Wohnqualität sichern und Zukunft gestalten
Im Jahr 2024 hat unsere Genossenschaft rund 19,8 Millionen Euro (Stand 16.10.2024) in die Instandhaltung und Modernisierung des Wohnungsbestands investiert. Um unseren Mitgliedern und Mietern weiterhin eine gute, sichere und sozial verantwortliche Wohnungsversorgung zu bieten, wurden umfangreiche Instandsetzungsarbeiten, Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie energetische Ertüchtigungen durchgeführt. Diese wichtigen Schritte dienen dazu, die Gebäudesubstanz, Sicherheit und den Wohnkomfort in unseren Wohnanlagen nachhaltig zu verbessern.
Instandsetzung der Versorgungsleitungen
Angesichts des fortgeschrittenen Alters von Ver- und Entsorgungsleitungen in unseren Wohnanlagen und den damit verbundenen Herausforderungen wie Materialermüdung, Korrosion und Rohrbrüchen ist in vielen Wohngebäuden eine dringende Instandsetzung der Stränge erforderlich. Vor diesem Hintergrund konnten in den Gebäuden Königsteinstraße 1–79 und Pfaffensteinstraße 2–6 die seit vergangenem Jahr andauernden Arbeiten zur Erneuerung der Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwasserleitungen bis November vollständig abgeschlossen werden. Weitere Arbeiten finden in den Häusern Am Schwalbennest 6–42 und Schönauer Ring 73–77 statt, wobei der erste Strang in der Hausnummer 6 bereits vor den Herbstferien fertiggestellt wurde. Die verbleibenden acht Stränge sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Für das kommende Jahr ist die Instandsetzung der Stränge in den Wohnanlagen Friedrich-Wolf-Straße und Julian-Marchlewski-Straße geplant.
Fassaden- und Dachsanierungen
Um den Zustand unserer Wohngebäude zu sichern und die energetische Effizienz zu optimieren, wurden in mehreren Stadtteilen umfassende Fassaden- und Dachsanierungen durchgeführt. Im Wohnkarree Paunsdorf (Schlehenweg, Platanenstraße, Ahornstraße) erfolgten neben der Neueindeckung von zwei Dächern die Erneuerung des Fugenbands und ein neuer Farbanstrich. Im Zuge der baulichen Maßnahmen wurden auch die stark verwitterten Sichtschutzwände der nachträglich montierten Balkone ausgetauscht.
Zusätzlich wurden an den Gebäuden Günselstraße 10–18, Haselstraße 16–28, Kreuzdornstraße 9–15 und Hartriegelstraße 15–27 die Außenfassaden durch Aufarbeitung des Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS) instandgesetzt. Es wurden nicht nur Risse und Putzschäden beseitigt, sondern die Fassaden erhielten auch einen frischen Anstrich. Während diese Arbeiten auf der Straßenseite abgeschlossen sind, wird die hofseitige Sanierung im nächsten Jahr fortgeführt.


Treppenhausrenovierungen
Neben der Fassadensanierung wurden auch Renovierungsarbeiten in den Treppenhäusern durchgeführt. Die 13 Hausaufgänge in der Heiterblickallee 36–52 sowie der Platanenstraße 27–33 erhielten neue Fußbodenbeläge und einen neuen Farbanstrich. In der Platanenstraße 41 und Wiesenstraße 2–6 dauern die Arbeiten hierzu noch an.
Nachträglicher Balkonanbau: Erhöhung des Wohnkomforts
Ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung des Wohnkomforts ist der nachträgliche Anbau fehlender Balkone. In den Stadtteilen Mockau, Schönefeld, Sellerhausen, Südvorstadt und Zentrum wurden insgesamt elf Balkone angebracht. Zudem wurden in der Dresdner Straße 30–34 und 36–40 in Reudnitz-Thonberg die bestehenden Balkone saniert, um weiterhin attraktive Außenbereiche für die Bewohner zu gewährleisten.
Sanierung des Eingangsbereichs
In der Mozartstraße 9–13 wurden die Außentreppen im Hauseingangsbereich erneuert, um den Zugang zu den Wohnhäusern zu gewährleisten. Einige Mitglieder hatten angeregt, Rampen für einen barrierefreien Zugang zu installieren. Leider ist dies aufgrund baulicher Gegebenheiten nicht möglich: Die Kellerniedergänge stehen der technischen Umsetzung entgegen, und die verfügbare Fläche auf dem Grundstück reicht nicht aus, um die Anforderungen der sächsischen Bauordnung, wie etwa einen maximalen Neigungswinkel von 6 Prozent und das Einfügen eines Zwischenpodests alle 6 Meter, zu erfüllen.
Neue Aufzüge und Brandschutz
Im Hochhaus in der Straße des 18. Oktobers 10 wurden die beiden 26 Jahre alten Aufzugsanlagen aufgrund ihrer Störanfälligkeit und schwieriger Ersatzteilbeschaffung vollständig erneuert. Gleichzeitig haben wir wichtige Brandschutzmaßnahmen umgesetzt, darunter die Überarbeitung des Flucht- und Rettungswegekonzeptes sowie die Erneuerung der Netzersatzanlage, um den Betrieb der Aufzüge und Brandmeldeanlagen bei Stromausfällen zu gewährleisten. Im vergangenen Jahr traten nach der Modernisierung der Aufzüge in den 11-Geschossern der Hans-Otto-Str. 1–4 und Willi-Bredel-Str. 1–7 in Lößnig leider weiterhin Störungen auf, die inzwischen behoben wurden. Die Aufzüge laufen jetzt weitestgehend störungsfrei. Für das kommende Jahr ist die Modernisierung der drei Aufzugsanlagen in der Mozartstraße 9-13 geplant, die die Erneuerung von Motoren und Steuerungen sowie die Ertüchtigung der Aufzugskabinen umfasst.
Investitionen in sozial geförderte Wohnungen
Neben den Investitionen in die Bestandserhaltung hat die Genossenschaft im Jahr 2024 auch ihr Wohnungsportfolio erweitert. In der Parkstadt Leipzig in Dösen wurden drei Stadthäuser mit insgesamt 24 Wohnungen erworben. Die 2- bis 4-Raumwohnungen mit Wohnflächen zwischen 59 und 83 m² werden als mietpreisgebundener Wohnraum an Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermietet. Damit tragen wir zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwache Haushalte bei.

Neubauvorhaben in Reudnitz-Thonberg
In der Dresdner Straße / Senefelder Straße im Stadtteil Reudnitz-Thonberg planen wir den Bau eines neuen Mehrfamilienhauses. Der Bauantrag wurde bereits eingereicht und die Baugenehmigung wird bis Ende des Jahres erwartet. Auf sieben Etagen entstehen 16 Zwei- bis Vierzimmerwohnungen, alle mit Balkon und bequem per Aufzug erreichbar, sowie drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Wir streben den energetischen Standard eines Effizienzhauses 55 an und prüfen derzeit die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren, um den Anforderungen an nachhaltiges Wohnen gerecht zu werden.